 | 1. Als Detektive „Ich habe keineswegs die Absicht, es grad hier zu suchen." „So! Wollt Ihr wohl die Güte haben, mir zu sagen, welchem Stand oder Fach Ihr angehört?" „Ich habe studiert." Ich sagte das mit einem gewissen Stolz. Er aber sah mir mit leichtem Lächeln - das bei seinen Totenkopfzügen wie ein höhnisches Grinsen erschien - in das Gesicht, schüttelte den Kopf und sagte: „Studiert! O wehe! Darauf bildet Ihr Euch jedenfalls viel ein? Und doch sind grad Leute Eurer Sorte am wenigsten befähigt, ihr Glück zu machen. Ich habe das oft genug erfahren. Habt Ihr eine Anstellung?" „Ja, in New York." „Was für eine?" Es war ein so eigener Ton, in welchem er seine Fragen stellte, daß es fast unmöglich war, ihm die Antwort zu verweigern. Da ich ihm die Wahrheit nicht sagen durfte, erklärte ich ihm: „Ich bin engagiert von einem Bankier, in dessen Auftrag ich mich hier befinde." „Bankier? Ah! Dann freilich ist Euer Weg ein viel ebener, als ich gedacht habe. Haltet diese Stelle fest, Sir! Nicht jeder Studierte findet seine Stellung bei einem amerikanischen Geldmann. Und sogar in New York? Da genießt Ihr bei Eurer Jugend ein bedeutendes Vertrauen. Man sendet von New York nach dem Süden nur einen, auf den man sich verlassen kann. Freut mich sehr, daß ich mich in Euch geirrt habe, Sir! So ist's jedenfalls ein Geldgeschäft, welches Ihr abzuwickeln habt?" „Etwas Ähnliches." „So! Hm!" Er ließ abermals einen seiner scharf forschenden Blicke über mich hingleiten, lächelte grinsend wie vorher und fuhr fort: |
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