„Aber ich glaube, den eigentlichen Grund Eurer Anwesenheit erraten zu können." „Das bezweifle ich." „Habe nichts dagegen, will Euch aber einen guten Rat erteilen. Wenn Ihr nicht merken lassen wollt, daß Ihr hierher gekommen seid, jemand zu suchen , so nehmt Eure Augen besser in acht. Ihr habt Euch alle hier im Lokale Anwesenden auffällig genau angesehen, und Euer Blick hängt beständig an den Fenstern, um die Vorübergehenden zu beobachten. Ihr sucht also jemand. Habe ich es erraten?" „Ja, Master. Ich habe die Absicht, einem zu begegnen, dessen Wohnung ich nicht kenne." „So wendet Euch an die Hotels!" „War vergeblich, und ebenso vergeblich die Bemühung der Polizei." Da ging jenes freundlich sein sollende Grinsen wieder über sein Gesicht; er kicherte vor sich hin, schlug mir mit dem Finger ein Schnippchen und sagte: „Master, Ihr seid trotzdem ein Greenhorn, ein echtes, richtiges Greenhorn. Nehmt es mir nicht übel; aber es ist wirklich so." In diesem Augenblicke sah ich freilich ein, daß ich zu viel gesagt hatte. Er bestätigte diese meine Ansicht, indem er fortfuhr: „Ihr kommt hierher in einer Angelegenheit, welche ,etwas einem Geldgeschäft ähnliches' ist, wie Ihr mir sagtet. Der Mann, aufweichen sich diese Sache bezieht, wird in Eurem Auftrag von der Polizei gesucht. Ihr selbst lauft in den Straßen und Bierhäusern herum, um ihn zu finden - ich müßte nicht Old Death sein, wenn ich nun nicht wüßte, wen ich vor mir habe." „Nun, wen, Sir?" „Einen Detektiv, einen Privatpplizisten, welcher eine Aufgabe zu lösen hat, welche mehr familiärer als krimineller Natur ist." Dieser Mann war wirklich ein Muster von Scharfsinnigkeit. Sollte ich zugeben, daß er ganz richtig vermutet habe? Nein. Darum antwortete ich: „Euern Scharfblick in Ehren, Sir; aber diesesmal dürftet Ihr Euch doch verrechnet haben." „Glaube es nicht!" „O, gewiß!" |