 | 6. In der Festung Dann konnten wir an uns selbst auch denken; es war von uns keiner ohne Verletzung davongekommen, und so flickten wir einander zusammen, so gut es gehen wollte. Die andern aber hatten die Mißachtung meiner Warnung alle mit dem Tod bezahlt. Gegen Mittag stellten sich die Dragoner ein. Sie hatten die Ponkas vollständig zu Paaren getrieben und dabei keinen einzigen Mann eingebüßt. Der kommandierende Offizier teilte uns mit, daß ihr Erscheinen kein zufälliges gewesen sei. Er hatte gehört, daß die Ponkas die Absicht gehabt hätten , den Zug entgleisen zu lassen, und sofort beschlossen, sie dafür zu züchtigen. Er war zu ihnen aufgebrochen und ihnen, als er hörte, daß sie einen Kriegs- und Rachezug unternommen hätten, auf dem Fuß gefolgt. Um seine Pferde ausruhen zu lassen, blieb er mit den Truppen drei Tage in dem Tal, während welcher Zeit die Toten beerdigt wurden, und lud uns ein, Old Firehand, sobald dieser den Transport aushallen könne, nach Wilkes Fort zu bringen, wo er wenn auch keine aufopferndere Pflege, so doch bessere ärztliche Behandlung finden werde. Wir sagten natürlich zu. Daß mein alter Sam Hawkens über den Tod Dick Stones und Will Parkers tief betrübt war, versteht sich ganz von selbst. Er versicherte wiederholt, jeden Ponka, der ihm begegne, in Zukunft ohne Gnade erschießen zu wollen. Ich aber beurteilte auch diesen Fall anders, Parranoh war ein Weißer; ich stand also vor einer abermaligen Wiederholung meiner alten Erfahrung, daß der Indianer nur durch die Bleichgesichter das geworden ist, was er heute ist.------ |
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